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Expertenkommissionen.de -
politikwissenschaftliches Forum zur Politikberatung

FORSCHUNGSDESIGN

Empirische Erhebung statt essayistischer Vermutung

In den aktuellen Veröffentlichungen zum Thema der Politikberatung durch Expertengremien herrscht vielfacht eine Herangehensweise, die sich nur nach dem "Gefühl" des jeweiligen Verfassers richtet. Harte Fakten über die Bedeutung von Expertengremien im politischen Prozess fehlen in der Regel. Das vorliegende Forschungsprojekt versucht, diese Lücke zu schließen.


Vergleichende Fallstudien und Kompletterhebung aller Expertenkommissionen der rot-grünen Bundesregierungen

Es wurde ein Ansatz gewählt, der das Forschungsfeld zunächst anhand einer kleinen Zahl vergleichender Fallstudien beleuchtete. So werden drei Expertenkommissionen der Bundesregierung, die anhand eines theoretischen Sampling ausgewählt werden, in ausführlichen Fallstudien detailliert untersucht und miteinander verglichen. Dies sind:

  • Unabhängige Kommission 'Zuwanderung' ("Süssmuth-Kommission")
  • Kommission Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ("Hartz-Kommission")
  • Kommission Impulse für die Zivilgesellschaft ("Impulse-Kommission")
Basierend auf den Erkenntnissen aus den Fallstudien wurde eine vergleichender Gesamtblick auf die 28 Expertenkommissionen der rot-grünen Bundesregierung zwischen 1998 und 2005 vorgenommen, um erste Hypothesen aus den Fallstudien auf ihre Verallgemeinerbarkeit zu prüfen.



Methoden-Vielfalt

Die verwendete Methodologie ordnet sich nicht in eine politikwissenschaftliche Schule ein. Stattdessen werden unterschiedliche Methoden miteinander kombiniert eingesetzt:

  • Inhaltsanalyse von Primär- und Sekundärquellen
  • halbstandardisierte Experteninterviews
  • Quantitative Sekundärdatenauswertung


Theoretische Einbettung

Die Fallstudien nutzen ein eigens entwickeltes Modell des politischen Prozesses. Dabei wird unter anderem das Forschungs-Framework des akteurzentrierten Institutionalismus eingesetzt.